Die Veröffentlichung aktueller Gehälter von Top-Managern der DAX-Unternehmen entfacht wieder einmal die Diskussion um deren teils astronomische Höhen. Interessant dabei: Selbst aus dem Unternehmerlager werden zunehmend kritische Stimmen hörbar.
Vor rund sechs Jahren verließ der damalige Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger Siemens im Zusammenhang mit der Ablösung Heinrich von Pierers durch Klaus Kleinfeld. Wenig später holten ihn Korruptions- sowie AUB-Affäre ein und brachten ihn zu Fall - jetzt steht die Rückkehr in den erlauchten Kreis der DAX-Manager bevor.
Der erste IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber äußerte sich am Wochenende zu den Aussichten der laufenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie. Dabei unterstrich er die sachbezogene Perspektive der IG Metall: Es geht um akzeptable Lösungen, nicht um die Auseinandersetzung als Selbstzweck.
Mit Abschluss der Vereinbarung "Grundsätze bei Restrukturierungen und Strukturänderungen in der Siemens AG, Deutschland" - auch als Radolfzell II bekannt - konnten Gesamtbetriebsrat und IG Metall einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Sicherung der Beschäftigung und der Standorte von Siemens in Deutschland erreichen. Jetzt startet dazu ein modulares Seminarkonzept für Siemens-Betriebsräte.
Winterkorn, Löscher, Zetsche, so lauten die Namen der drei Top-Verdiener in den deutschen Chefetagen mit gut elf beziehungsweise jeweils knapp zehn Millionen Euro. Durchschnittlich stiegen die Gesamtbezüge der DAX-Manager im Jahr 2011 um neun Prozent - da sollten jetzt doch für alle anderen wenigstens 6,5 drin sein.
Der achte März ist als internationaler Frauentag, traditionell auch "Equal Pay-Day" - der Tag, an dem die weitgehend seit Jahren unverändert bestehende Differenz zwischen der Bezahlung von Frauen und Männern an den Pranger gestellt wird. In Deutschland liegt ihr durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst rund 21 Prozent unter dem der Männer.
Vor dem Hintergrund der in ihrer derzeitigen Breite eigentlich vor allem den Finanzkrisen geschuldeten Kapitalismusdebatte veröffentlicht der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe eine reichlich willkürliche Systemskizze. Eine ihrer drei "Stationen" ist Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme, der offen Kritik übt.
Jedes Jahr zur CeBIT veröffentlicht die IG Metall ihre Entgeltanalyse für die IT-Branche. Ein schon in den Vorjahren erkennbarer Trend ist dieses Jahr besonders auffällig: Die effektive Steigerung der Entgelte insgesamt beruht zum Großteil auf tarifgebundenen Betrieben.
Ein deutliches Zeichen gegen Rassismus haben Betriebsrat und Leitung des Berliner Gasturbinenwerks am fünften März gesetzt. Gemeinsam mit Hertha BSC-Manager Michael Preetz und Klaus Abel, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Berlin, brachten sie das Respekt!-Schild als öffentliches Zeichen für Toleranz, Fairness und Respekt am Werkseingang an.
In der zehnten Kalenderwoche beginnt in den Tarifbezirken die eigentliche Tarifrunde mit den ersten Verhandlungsterminen. Die Forderungen der IG Metall stehen seit dem 24. Februar. Die vorausgegangene Diskussion in den Betrieben spiegelt auch unsere Umfrage wider: Zwei Jahre Zurückhaltung waren genug.


lesen





