Eines der zahlreichen Argumente gegen die Leiharbeit ist der Umstand, dass am Ende der Steuerzahler finanziert, was die Unternehmen mit Niedriglöhnen einsparen. Das Bundesarbeitsministerium legt nun Zahlen auf den Tisch: Bereits im Jahr 2010 ließ sich der Staat das 420 Millionen Euro kosten, mittlerweile dürfte es nochmals deutlich mehr sein.
Der Vorstand der IG Metall hat am Dienstag in Frankfurt seine Empfehlung an die regionalen Tarifkommissionen zur Höhe der Entgeltforderung in der Metall- und Elektrotarifrunde 2012 beschlossen - 6,5 Prozent. Der Erste Vorsitzende Berthold Huber bezeichnete diese Höhe als finanzierbar und wirtschaftlich geboten und betonte: "Die Menschen haben es verdient."
- unter diesem Titel berichtete die ARD-Sendung "Monitor" am 2. Februar über Werkverträge, mit denen Unternehmen dem wachsenden Druck auf die Leiharbeit auszuweichen versuchen. Die beteiligten Firmen, so "Monitor", gleichen dem Who is who der deutschen Industrie; da darf Siemens natürlich nicht nur nicht fehlen, sondern dient gleich als Beispiel für die zweifelhafte Praxis.
Laut Bundesagentur für Arbeit wächst die Zahl der LeiharbeiterInnen unvermindert weiter. Allein in Bayern gab es im Januar 2012 mit rund 163.000 soviele wie nie zuvor und knapp 20 Prozent mehr als im Vorjahr - ein guter Grund mehr, dieses Thema in der diesjährigen M+E-Tarifrunde anzupacken.
- zumindest in Brasilien. Ein Gesetz, dessen Einzelheiten im Februar ausgearbeitet werden, soll dort nämlich "Crackberry"-süchtige Workaholics wenn schon nicht schützen, dann doch wenigstens für die stückweise Aufgabe des Privatlebens entschädigen.
Im Frühjahr 2010 wurde die chinesische Industrie durch eine Welle von hunderten Streiks erschüttert. Die Beschäftigten streikten an den offiziellen Gewerkschaften vorbei und akzeptierten auch ihre Vermittlungsfunktion in vielen Fällen nicht - Umstände, die zu Chinas Rolle in der globalisierten Wirtschaft neue Fragen entstehen lassen.
Die IG Metall geht mit viel Selbstbewusstsein und klaren Zielvorstellungen in die Metall- und Elektrotarifrunde 2012. In der Mitgliederentwicklung ist die Trendwende geschafft, die finanzielle Situation ist besser denn je - nun gilt es, mit diesen Erfolgen im Rücken faire Ergebnisse für die Menschen in den Betrieben zu erkämpfen.
Alle Jahre wieder: IG Metall-Mitglieder können auch 2012 über ihre örtliche Verwaltungsstelle Freikarten für die CeBIT und die Hannover Messe bekommen. Auf beiden Messen ist die IG Metall mit Ständen vertreten und bietet Informationen und Vorträge rund um Beruf und Arbeit in IT-Branche beziehungsweise Industrie.
In einzelnen Unternehmen, aber auch in ganzen Branchen klagen Arbeitgeber gern und oft über angeblich zu kurze Arbeitszeiten. Tatsächlich ist Deutschland allerdings offenbar keineswegs der "kollektive Freizeitpark", den Helmut Kohl einst heraufbeschwor: Im EU-Vergleich liegt es im vorderen Mittelfeld.
Zum Jahresende 2011 hat der IG Metall-Vorstand die Kooperation mit der Initiative "Respekt! - Kein Platz für Rassismus" angesichts der Bedeutung des Themas und der Erfolge im vergangenen Jahr auf das Jahr 2012 verlängert. Die Aktivitäten laufen also ohne Unterbrechung weiter - zum Beispiel bei Siemens in Augsburg.
Was kann der Betriebsrat für mich tun? Worauf ist bei einem Arbeitsvertrag zu achten, und was bedeuten eigentlich Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge für mich? Auf diese und andere Fragen gibt ein neuer Ratgeber der IG Metall für kaufmännische Angestellte Antworten.
... fällt in der Ära des allgegenwärtigen Smartphones vielen Beschäftigten schwer. Der Druck, rund um die Uhr per Mail erreich- und verfügbar zu sein, macht dem Abschalten nach Feierabend einen Strich durch die Rechnung. Bei VW hat der Betriebsrat das Problem nun per Betriebsvereinbarung angepackt.

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