Im Rahmen von insgesamt drei Bereichsversammlungen informierten der Betriebsratsausschuss „Prekäre Beschäftigung“ und die IG Metall in der letzten und in dieser Woche die Leiharbeitnehmerinnen und –nehmer bei Siemens Healthcare in Erlangen und Forchheim über die aktuelle betriebliche Situation und die bevorstehende Tarifrunde 2012.
Lange galt der Sektor Healthcare als sicherer Hafen, wenn es bei Siemens um Restrukturierungen und Stellenabbau ging. Mittlerweile schwappen solche Wellen aber auch in ihn herüber: Die "Agenda 2013" soll unter anderem Probleme in Labordiagnostik, Partikeltherapie und Strahlentherapie richten - und dort auch mit "Personalanpassungen" drohen.
Das von vielen Gerüchten und Unsicherheiten begleitete Gerangel um einen möglichen Verkauf der Hörgerätesparte S.A.T. ist offenbar vom Tisch. Offen bleibt, ob beziehungsweise wann ein weiterer Anlauf folgt, denn die Portfolio-bedingten Gründe für die Trennung von S.A.T. bleiben wohl unverändert.
Das flächendeckend kolportierte "Bieterrennen" um Siemens' Hörgerätesparte ist aktuellen Meldungen zufolge diese Woche in die zweite Runde gegangen, der Ausgang scheint völlig offen. Offiziell verweigert Siemens nach wie vor jeden Kommentar - womit auch die nervliche Hängepartie für die Beschäftigten weiter anhält und obendrein geschäftliche Nachteile nicht mehr auszuschließen sind.
Der 22. Februar war in den verganenen Wochen als Termin gehandelt worden, an dem Interessenten für Siemens Audiologische Technik verbindliche Gebote abzugeben hätten. Mehr als Gerüchte gibt es auch am Tag danach nicht, aber sie weisen in eine andere Richtung: Der Verkauf, munkelt man in der Finanzbranche, bleibe an zu niedrigen Angeboten hängen.
In Erlangen, Unternehmenssitz der Hörgerätesparte Siemens Audiologische Technik, wird seit dieser Woche ein Flugblatt verteilt. Den Beschäftigten und Betriebsräten platzt angesichts von Gerüchten und Ungewissheit der Kragen: Sie fordern eine klare Stellungnahme von der Unternehmensseite und kündigen massiven, öffentlichen Protest vor der Hauptversammlung an.
Die Gerüchte um einen bevorstehenden Verkauf der Hörgerätesparte Siemens Audiologische Technik verdichten sich weiter. Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires meldete am Mittwoch, entsprechende Interessenten müssten ihre Gebote für das attraktive Geschäft bis zum 22. Februar abgeben.
Siemens schweigt sich zur Flut der Gerüchte um einen bevorstehenden Verkauf seiner Hörgerätesparte Siemens Audiologische Technik (S.A.T.) seit Monaten beharrlich aus - auch gegenüber den Beschäftigten. Die müssen daher aus den Medien erfahren, wenn, wie offenbar jetzt der Fall, bereits eine Vorauswahl unter den interessierten Übernahmekandidaten getroffen wird.
Die offiziell von Siemens unkommentierte Meldung geistert seit Wochen durch die Medien: Die Siemens Audiologische Technik (S.A.T.), hochprofitable Hörgerätesparte unter dem Dach von Healthcare, solle veräußert werden. Anfang Dezember hieß es, eine Bank sei bereits mit dem Verkauf betraut - dann wieder, eine Trennung sei zumindest derzeit nicht geplant.
Siemens Healthcare steht trotz mancher Krisenfolgen auf wirtschaftlich soliden Füßen. Umso überraschender kommt das Gerücht, man wolle das profitable Geschäft mit Hörgeräten heraustrennen und entweder an die Börse bringen, oder an Investoren verkaufen.


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