- so lautet der Titel eines Flugblattes für die Auszubildenden von Siemens in Nordrhein-Westfalen, das seit dieser Woche verteilt wird. Es geht um die bisher praktisch selbstverständliche unbefristete Übernahme nach der Ausbildung, die nun durch im Regelfall durch eine befristete Übernahme ersetzt wird.
Siemens setzt auch im Geschäftsjahr 2010 sein Sonderprogramm für die Ausbildung benachteiligter Jugendlicher fort. Bundesweit 250 zusätzliche Ausbildungsplätze sollen jungen Schulabgängern offen stehen, die wegen schlechter Noten oder, wie Siemens es ausdrückt, "Defiziten bei ihren Basiskompetenzen" ansonsten wohl schlechte - oder gar keine - Chancen auf eine Leerstelle haben.
Die Bildungsinitiative FUTURE NOW unterstützt Jugendliche bei der beruflichen Orientierung in so genannten Zukunftscamps noch während der Zeit in Haupt- oder Gesamtschule. Träger sind die Gewerkschaften, wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen. Auch Siemens unterstützt das Projekt.
Begleitend zum Ringen der Koalitionspartner in der künftigen Regierung um ihre Weichenstellungen hat die IG Metall-Jugend den Vertretern von Union und FDP klar gemacht, was junge ArbeitnehmerInnen von der Politik erwarten: Sicherheit, Perspektiven, Zukunft.
Politik und Wirtschaft bejubeln anlässlich der jüngesten Ausbildungsstatistik den angeblichen Erfolg des Ausbildungspaktes, der ihnen zufolge selbst in der Krise für eine gute Gesamtsituation sorgt. Die allgemeinen Lobeshymnen klingen allerdings blechern: Die Statistik ist unverkennbar auf das gewünschte Ergebnis hin zurechtgebogen.
Mitte Juli traf sich die Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung bei Osram erstmals zu einem Seminar in der IG Metall Bildungsstätte in Lohr am Main. Eine Woche lang ging es nicht nur um Teamfindung und Zusammenarbeit, sondern auch inhaltliche Fragen wie die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf das Unternehmen.
Abi '09: Vergangenen Freitag wurden allein in Bayern 32.000 Abiturienten entlassen. Ein großer Teil von ihnen steht nun vor der Entscheidung über das Hochschulstudium - worauf kommt es an in einer Zeit der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg? Reinhold Achatz, Leiter der Technologieabteilungen von Corporate Technology, gibt eine Einschätzung.
Zwischen 3.000 und 4.500 WerkstudentInnen beschäftigte Siemens im Jahr 2008 ständig. Laut Bundesarbeitsgericht gilt für sie der Tarifvertrag und sie sind unter Beteiligung des Betriebsrates einzugruppieren. Siemens allerdings besteht für sie - im Gegensatz zu 'normalen Beschäftigten - auf dem Grundsatz, dass nur Gewerkschaftsmitglieder Anspruch auf Tarifleistungen haben.
Als "Peacemaker" bezeichnete man im 19. Jahrhundert im Westen der USA wegen seiner eindeutig konfliktregelnden Eigenschaften ein beliebtes Revolvermodell der Marke Colt. Bei Healthcare in Erlangen/Forchheim trägt ebenfalls ein "Peacemaker" zur Lösung möglicher Konflikte der Jugendlichen im Betrieb bei - allerdings in gedruckter Form.
Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit zeigt bedenkliche Aspekte der Ausbildung in Deutschland auf: Fast jeder fünfte Absolvent gerät nach der Ausbildung zuerst einmal in die Arbeitslosigkeit, nur zwei Drittel werden vom Ausbildungsbetrieb übernommen - und das gilt für wirtschaftlich relativ stabile Zeiten.


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