01.02.2017/ HR
Weiter auf Erfolgskurs

Zur Hauptversammlung erwarteten Joe Kaeser am Mittwoch zufriedene Aktionäre: Die Zahlen des ersten Quartals 2017 schließen sich nahtlos an das gute Ergebnis von 2016 an. Aufsichtsratschef Gerhard Cromme präsentiert mit Jim Hagemann Snabe nunmehr einen designierten Nachfolger, an den IG Metall und Gesamtbetriebsrat klare Erwartungen haben.

Kaeser bei der Pressekonferenz vor der Hauptversammlung.

Zwar ist der Auftragseingang im ersten Quartal zurückgegangen, die Marge des industriellen Geschäfts (+ 13%) sowie der Gewinn (+ 25%) hingegen sind deutlich gestiegen, stellte Kaeser dar und dankte allen, die dazu beigetragen haben: "Ich bin stolz auf mein globales Siemens-Team, das hart gearbeitet und überzeugende Erfolge erzielt hat." Die guten Zahlen waren angesichts der Gesamtjahresergebnisses keine große Überraschung, dürften aber in Verbindung mit eine angehobenen Dividende für positive Stimmung in der Münchner Olympiahalle sorgen.

Designierter Nachfolger für Gerhard Cromme

Wesentlich höhere Aufmerksamkeit erweckt bereits seit einigen Tagen die Nachricht, dass Gerhard Cromme nach aktuell zehnjähriger Amtszeit als Vorsitzender des Aufsichtsrats einen Nachfolger empfehlen würde: Jim Hagemann Snabe, früherer SAP-Chef und seit Ende 2013 im Siemens-Aufsichtsrat, soll 2018 das Ruder übernehmen.

Mitbestimmungskultur weiterentwickeln

Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und ebenfalls Mitglied im Kontrollgremium von Siemens, begrüßte die Entscheidung: "Basis einer verlässlichen und langfristigen Zusammenarbeit mit Herrn Snabe ist die Weiterentwicklung der guten Mitbestimmungskultur bei Siemens. Also offensiv auf die Akzeptanz und damit Kompetenz von Betriebsräten und IG Metall zu setzen." Mit Blick auf den vor allem von IT geprägten Hintergrund Snabes betonte Kerner die Bedeutung einer Verknüpfung der Digitalisierung mit industrieller Stärke: "Die IG Metall und Siemens-Belegschaft hoffen, den technischen Wandel der Digitalisierung gemeinsam mit Herrn Snabe im Geiste unserer Zukunftsperspektive Siemens 2020 gestalten zu können. Die Chance von Siemens liegt in der Verknüpfung der breiten industriellen Verankerung gerade in Deutschland mit einer starken Digitalisierungskompetenz des Unternehmens."

Birgit Steinborn, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens, geht davon aus, dass Snabe auch die Interessen der Arbeitnehmer und die Mitbestimmung als wesentlichen Bestandteil des Unternehmens berücksichtigt: "Ich bin gespannt auf die Zusammenarbeit mit Jim Hagemann Snabe. Er verfügt über große Erfahrungen im IT-Sektor und kann mit seiner Kompetenz das Unternehmen in der Digitalisierung voranbringen und die industrielle Basis, wo viele Beschäftigte arbeiten, stärken und weiter entwickeln. Darüber hinaus gilt es, gemeinsam die Stärken von Siemens, engagierte Mitarbeiter, Innovationsgeist und Technologiekompetenz, weiter voranzubringen."


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