19.10.2017/ SD
Nicht schon wieder!

Das "Manager Magazin" schreckt Siemens-Beschäftigte am Donnerstag mit einer Meldung auf: Siemens plant nach Informationen der Zeitung einen "Kahlschlag im Kraftwerksgeschäft".

(Screenshot: manager-magazin.de)

Die IG Metall kann die Meldung des Manager Magazins derzeit weder bestätigen noch dementieren. Sollte allerdings etwas daran sein, ist es unerträglich, dass tausende Beschäftigte nicht mit verantwortungsbewusster Kommunikation von solchen Plänen erfahren. Statt dessen werden sie mit einem Medienbericht aus heiterem Himmel verunsichert – wieder einmal. Siemens' Vorstand ist daher gefordert, so schnell wie möglich mit einer konkreten Stellungnahme Klarheit zu schaffen!

Falls tatsächlich massive Einschnitte in Standorte und Beschäftigung geplant sind, wird die IG Metall diese nicht widerstandslos hinnehmen, sondern gemeinsam mit Betriebsräten und Belegschaften Gegenwehr leisten. Dann nämlich hätte "PG 2020" die versprochene Wirkung offenbar weit verfehlt – die Konsequenzen werden nicht die Beschäftigten ausbaden, die ihren vereinbarten Anteil geleistet haben.

Außerdem steht zu erwarten, dass Joe Kaeser im November ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis für das Geschäftsjahr insgesamt präsentieren wird. Vor diesem Hintergrund jedoch muss ein Unternehmen wie Siemens auch einmal bereit sein, potenzielle Probleme zu ertragen, bis eine wirklich tragfähige und nachhaltige Lösung gefunden ist.


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