30.05.2018/ SD
Siemens Alstom: unübersehbares Signal

Der Aktionstag bei Siemens Mobility und Alstom hat ein deutliches Signal an das Management beider Unternehmen und die Politik der betroffenen Länder gesandt: Die Beschäftigten bei Siemens und Alstom erwarten faire Perspektiven und eine tragfähige industriepolitische Grundlage. [Update 4.6.]

Zwei demnächst vereinte Unternehmen, viele Länder, ein Ziel: faire Perspektiven für alle Beschäftigten!

Am späten Nachmittag lagen genügend Informationen und Bilder vor, um ein Fazit des ambitionierten Aktionstages zu ziehen: Tausende Beschäftigte in sieben Ländern traten grenzüberschreitend dafür ein, dass das neue Unternehmen auch in Sachen Beschäftigung und Industriepolitik ein europäischer Champion ist.

Beteiligt waren in Deutschland Berlin, Erlangen, Krefeld, München, Salzgitter, Wegberg-Wildenrath und die Niederlassung Essen; Braunschweig zog am 31. Mai nach. In Frankreich gab es Aktionen in Belfort, La Rochelle, Le Creusot, Ornans, Reichshoffen, St. Ouen, Tarbes und Valenciennes, Spanien beteiligte sich in Barcelona, Madrid und Toledo. In Italien machten Beschäftigte in Bologna, Florenz, Lecco, Savigliano und Sesto San Giovanni teil, in Belgien Brüssel, Charleroi und Huizigen. In Osteuropa gab es Beiträge in Rumänien und Katowice in Polen.

Luc Triangle, Generalsekretär von industriAll Europe, betonte in seinem Fazit "die dringende Notwendigkeit, die Herausforderungen, vor denen die Branche steht, zu begreifen. Auch die europäischen Politiker stehen hier in der Verantwortung." Vor diesem Hintergrund kündigte er an: "Wir werden sie daher weiterhin auffordern, rasch eine überzeugende Industriepolitik zur Unterstützung der Eisenbahnzulieferindustrie in Europa vorzulegen."

Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und Aufsichtsratsmitglied der Siemens AG, dankte am späten Nachmittag allen Beteiligten bei Siemens, Alstom und den jeweils zuständigen europäischen Gewerkschaften. Zugleich unterstrich auch er die entscheidende Bedeutung auch der europäischen Politik: "Es fehlen bisher auf allen Ebenen ein klares Bekenntnis und industriepolitische Weichenstellungen für die Bahntechnik in Europa und in Deutschland. Diese Haltung muss sich grundsätzlich ändern, denn die Konkurrenz aus Fernost agiert mit starker politischer Flankierung im Hintergrund."


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